Donnerstag, 15. November 2012

Rückblick auf die Momentive Werksführung am 09. November 2012



Am letzten Freitag machten sich dreizehn Studenten der Wirtschaftschemie aus Düsseldorf auf, um das Werksgelände der Momentive Performance Materials (MPM) im Chempark Leverkusen zu erkunden.
Mit der Bahn in Leverkusen angekommen, ging es zu Fuß zum Besucherempfang und anschließend mit Shuttle-Bussen durch das Tor ins Werksgelände, an alten und neuen Gebäuden, an Lagerstätten und Türmen zum Verwaltungsgebäude der Momentive.
Dort wurden die Studenten zunächst durch einen kurzen Film in die Sicherheitsmaßnahmen des Werksgeländes eingeführt. Der Personalleiter der Momentive gab anschließend eine umfassende Übersicht des Unternehmens, in der es sowohl um die Organisation als wirtschaftlich handelndes Unternehmen, als auch um die chemischen Produkte der MPM und dessen Synthesewege und Materialflüsse ging.
Warum der amerikanische Konzern in Leverkusen ansässig ist wurde sehr schnell deutlich. Durch den Chemiepark können Synergien mit anderen Unternehmen der chemischen Branche erschlossen und so können zum Beispiel „Abfallprodukte“ in die eigene Synthese eingebracht werden. Zusätzlich kann der Transport von eingesetzten Stoffen und der Produkte durch den Rhein über das Wasser erfolgen.
Als Speziallist der Silikonchemie basiert der Produktionsprozess auf der Müller-Rochow-Synthese, die die Studenten bisher nur aus ihren Vorlesungen und Laborpraktika kannten.
Als führender Hersteller in der Branche von Silikonprodukten, liefert die Momentive ihren Kunden Silikone, welche diese dann weiterverarbeiten und zu den Endkunden ausbringen.

Nach dieser Einführung erläuterte der Werksleiter das Werksgelände und die Bereiche der Momentive anhand von Luftaufnahmen und einer Übersichtskarte. Dann händigte dieser die Sicherheitsbekleidung bestehend aus Sicherheitsschuhen, Kittel, Helm und Schutzbrille aus.
Wie eine so große Produktionsanlage von nur wenigen Mitarbeitern betrieben werden kann, konnten sich die Studenten dann vor Ort anschauen. Die jeweiligen Bereichsleiter erläuterten die Maschinen und Vorrichtungen, in denen die chemischen Reaktionen abliefen. Hier konnten die Studenten die fertigen Produkte anfassen und auf ihre Elastizität prüfen.
Neben dem automatisierten Betrieb der Einrichtungen ging es durch die verschiedenen Ebenen der Labore, in denen die Silikone mit verschiedenen Additiven untersucht werden.
Hier werden zum Beispiel die Produkte an den Anwendungsmöglichkeiten, wie Haaren, direkt getestet. Der große Bedarf von Silikonen auf dem Kosmetikmarkt führt für die Momentive und ihre Produkte dazu, sich  immer wieder neu zu entwickeln. Mit der Bemerkung  „Es gibt viele Frauen und noch mehr Fragen“ brachte der Laborleiter dies treffend auf den Punkt.

Bevor der Tag dann sein Ende nahm, wurden den Studenten die Einstiegsmöglichkeiten, wie dem Trainee-Programm, Praktika, Zusammenarbeit während einer Abschlussarbeit in Kooperation mit der Momentive Performance Materials aufgezeigt.

Die Gemeinschaft Düsseldorfer Wirtschaftschemiker e.V. bedankt sich im Namen aller Teilnehmer bei der Momentive Performance Materials für einen spannenden und lehrreichen Tag, der den Studenten einen guten Einblick in die Arbeitswelt eines Chemieunternehmens bot.